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Ist Schmerz wirklich negativ? Ich meine, ja, er tut weh, das ist richtig! Aber ich persönlich habe ihn auch gebraucht, um zu einer neuen, positiven Einstellung zu kommen. Ist dieses Bewerten nicht irgendwie unnötig? Hat denn das alles nicht einfach nur seinen Sinn, ist aber „unbewertbar“?

Worte sollten nicht ausschließlich für oder gegen jemanden oder etwas (z.B. Menschen, politischen Parteien, Religionsgemeinschaften, Völker, …) geführt werden, weil man dem entsprechenden Kulturkreis, der entsprechenden Wertegemeinschaft (Partei, Religion, Kultur, …) angehört, nein sie sollten so geführt werden, wie man meint, es tut not.

Dies heißt nicht, bestimmten Wertegemeinschaften nicht mehr anzugehören, nein es heißt, Dinge individuell zu bewerten, es heißt, dass das Ergebnis der Bewertung nicht automatisch so aussieht, wie es im Kulturkreis allgemein üblich ist oder wie es dort allgemein gerne gesehen wird. Ich sehe darin keine Ablehnung des Kulturkreises. Und ja: diese Worte können durchaus kritisch ausfallen – dadurch wird dem Kulturkreis die Möglichkeit geboten, sich zu verändern, es wird die Möglichkeit einer alternativen Blickrichtung geboten – ob diese Blickrichtung angenommen wird oder nicht, liegt bei den Menschen, die dem Kulturkreis angehören.

Überhaupt: Ich sehe es als sehr beschränkt, sich in der Meinungsbildung nur an einer einzigen Wertegemeinschaft zu orientieren bzw. eine einzige hochzuloben und alles, was von (einer) anderen kommt, abzulehnen. Ich kann z. B. die Bestrebungen einer bestimmten politischen Partei in 9 Standpunkten als treffend bewerten und im zehnten als schwachsinnig (und sogar vorbildhaft von einer anderen Partei).

Ist es so wichtig, nach dem Sinn des Lebens zu suchen, oder ist es nicht einfach nur wichtig, das Leben zu leben und glücklich zu sein? Und ist es nicht einzig die Liebe, die es vermag, uns glücklich zu machen? Sollten wir deshalb nicht die Liebe zu unserem Lebensziel machen? Viele Menschen blicken zu einem Gott auf. Ich blicke zur Liebe auf. Sie kann alles, was ich mir hier je wünschen werde.

(Ausschnitt aus einem längeren Text. Mehr dazu bald.)

Aus einer E-mail, die ich in einer stressgeladenen Zeit einem Freund geschreiben habe:

“Mir geht’s öfters so, dass mir langweilig ist, oder besser: dass ich eigentlich nur denke, mir wäre langweilig, weil ich unbedingt irgendwas tun oder erleben will, jedoch in diesem Moment einfach keine Gelegenheit dazu da ist, weil ich z. B. alleine zuhause bin und kein Auto habe, usw…

Dann tue ich das, was ich in dem Moment (wegen dem Fadisieren) eigentlich am wenigsten (!) tun will: ich leg mich hin, tue einfach gar nichts und setze mir selbst den Anspruch nicht mehr, unbedingt etwas tun zu MÜSSEN, weil ich einsehe, dass momentan einfach nicht die Gelegenheit habe, z.B. wo hin zu fahren und mit anderen etwas zu unternehmen. Beim Daliegen beobachte ich mich, meinen Körper, meine Empfindungen und meine Gedanken einmal selber. Das kann längere Zeit (eine Stunde oder auch länger, vielleicht sogar mehrere Stunden…) dauern.

Beim Beobachten erkenne ich dann meist, dass ich, als ich mich vorher fadisiert hatte, eigentlich nur verkrampft darauf kapriziert hatte, unbedingt etwas tun zu müssen, und in Unmut und schlechte Laune verfallen bin, weil eben keine Gelegenheit dazu da war/ist. In Wirklichkeit, und das merkte ich beim Fadisieren gar nicht, war/ist meine Gedankenaktivität auf “180″ und ich war/bin eigentlich überhaupt nicht “herunten” und beruhigt (trotz des angeblichen Fadisierens).

Ich liege weiter da und beobachte mich selbst weiter. Ich nehme die passive Rolle des Selbstbeobachters ein, denn nur wenn ich mir WIRKLICH MAL DIE ZEIT NEHME UND MICH WIRKLICH BEOBACHTE UND MIR, MEINER GEDANKEN, MEINER EMPFINDUNGEN, MEINEM KÖRPER SELBER WIRKLICH BEWUSST WERDE, ERKENNE ICH, DASS DIESE ZEIT DES DALIEGENS UND “NICHTS TUNS” ALLES ANDERE ALS LANGWEILIG IST UND SO EIGENTLICH JEGLICHE WERTSCHÄTZUNG UND ANERKENNUNG VON MIR SELBER, VON ALLEM, WAS IN MIR VORGEHT, VON ALLEM WAS MICH BEWEGT, GESCHIEHT.

DENN SELBSTBEOBACHTUNG IST NICHTS ANDERES ALS DIE ANERKENUNG VON MIR SELBST UND MEINEN BEDÜRFISSEN. SO KOMME ICH ALLMÄHLICH ZUR RUHE, WEIL SICH DANN AUCH ALLE MEINE EMPFINDUNGEN (Z.B. REGULIERT SICH DER ATEM NEU) AUSDRÜCKEN KÖNNEN UND ICH NICHT MEHR IM WIDERSPRUCH DAGEGEN (DA ICH SO NICHT MEHR AN DEN DINGEN, WONACH ICH WIRKLICH BEDÜRFNISSE HABE, VORBEILEBE), IM GRUNDE GEGEN MICH SELBST, STEHE.

Das kommt von selber, aber oft dauert es einige Zeit, vielleicht sogar mehrere Stunden, wichtig, ist, dass ich dabei der “passive Beobachter” bin, selbst wenn ich dabei eine trotzdem vorhandene (Gedanken-)Äktivität beobachte. Ich werde dann ruhiger und passiver, wäre ich das nicht, würde ich das alles zwar wahrnehmen, aber ich wäre sehr im Stress, durch die Passivität gewinne ich Abstand.

Bei der Selbstbeobachtung erkenne ich dann sogar sehr interessante und für mich bedeutende und wichtige Vorgänge (Gedankengänge, Gefühle, Empfindungen, …) in mir selbst. Das alles hat für mich einen sehr hohen Wert weil das eben meine Seele ist, weil das ich selbst bin. Ich tue mir dann eigentlich selber etwas sehr, sehr Gutes, da ich mir so das Größte tue, was ich mir tun kann: mit mir selbst in Einklang zu kommen.

Das alles hatte ich vorher, als ich stundenlang, oder auch im Alltag auch tagelang damit gehadert hatte, dass mir fad wäre und dass es NICHTS ZU TUN GÄBE, nicht realisiert. Durchlebe ich gerade ein paar stressige Tage und ist mir langweilig, wenn es einmal nichts zu tun gibt, lege ich mich oft einmal hin und beobachte mich selbst und mache ich das für einige Zeit, so kommt mir eigentlich immer die Erkenntnis, dass das “Hinlegen und nichts tun” sogar viel besser und wichtiger war, als wenn ich z.B. mit dem Auto wo hingefahren wäre.

Denn dann hätte ich das zwar gemacht, aber zu mir, bzw. herunter gekommen wäre ich trotzdem nicht, und ich hätte am Abend erst wieder einen “vollen Kopf” gehabt, ich wäre nicht wirklich bei mir gewesen (sondern mit den Gedanken, die ich mir am liebsten erst wieder “weggewünscht” hätte, irgendwo anders) und hätte wahrscheinlich schlecht geschlafen.

Diese am liebsten weggewünschten Gedanken SIND ABER ICH SELBST und DAS WAS MICH BEWEGT und ausmacht und DIE TÜR ZU MIR SELBST WENN ICH DIE GEDANKEN (IN EINEM SEHR PERSÖNLICHEN PROZESS) BEOBACHTE UND ANNHEME.

Fazit: Wenn ich also meine, mir wäre llllangweilig, dann lege ich mich einmal hin und beobachte mich (vor allem eben die Gedankenaktivität) selbst. Und zwar so lange, bis mir dann wirklich langweilig ist. Und wenn ich so weit bin, bin ich von der Gedankenaktivität “heruntergekommen” und zu mir selbst gekommen. Und es tritt Entspannung ein. Sehr wichtig: nicht in Ablehnung gegen die Gedanken sein, sondern sie willkommen heißen.”

Hinsichtlich des von der katholischen Kirche festgelgegen Zölibats für Priester gibt es reichlich an Diskussionsstoff. Meist wird über eine religiöse und spirituelle Thematik diskutiert (á la: wie der Geistliche als Vermittler zwischen Gott und den Menschen in aller Fülle dienen kann, wenn er “daneben” eine Frau und Kinder hat, usw…).

Doch wie sehen die Motive aus, betrachtet man das Ganze aus einer finanziellen, bzw. der katholischen Kirche in einer anderen Weise dienlichen Sichtweise?

Fakt ist: Bei Priestern ist es üblich, dass diese oft mehrmals in ihrer Amtszeit ihre zugewiesene(n) Pfarrgemeinde(n) wechseln. Dabei werden ihre Wohnstätten von der Kirche finanziert. Wären da Ehefrauen an deren Seiten (wömöglich auch Kinder), so müsste sich die Organisation auch hinsichtlich derer Wohnmöglichkeiten und Verpflegung Überlegungen anstellen. Versetzungen wären mit zusätzlichen Problemen verbunden, wenn man die schulische Laufbahn der Kinder betrachtet, im Grunde überhaupt: die örtliche, soziale Eingebundenheit der Familie. Das würde sich mit dem christlichen Gemeinschaftsgedanken nicht besonders gut vertragen.

Nicht minder beachtenswert sind die Anwartschaften der Erbschaften von verblichenen Priestern. Nach deren Ableben geht nämlich ihr Privatvermögen in den Besitz der Kirche über. Praktisch, dass dann keine Witwen und/oder Waisen vorhanden sind, die Erbschaftsansprüche erheben…

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